Alles Wichtige zum Baukindergeld

Baukindergeld – Definition, Voraussetzungen, Höhe

Um Familien mit Kindern oder alleinerziehende Eltern mit einem niedrigen verfügbaren Einkommen bei Kauf oder Bau eines eigenen Hauses zu unterstützen, hat der Gesetzgeber im Herbst 2018 die Einführung des Baukindergeldes beschlossen. Was darunter zu verstehen ist, welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen und wie hoch der staatliche Zuschuss ist, erfahren Sie hier.

Was versteht man unter dem Baukindergeld?

Das Baukindergeld ist eine gesetzlich beschlossene Unterstützung, die insbesondere Familien mit einem oder mehreren Kindern bei ihrer Eigentumsbildung unterstützen soll. Daneben können aber auch alleinerziehende Eltern mit einem geringen monatlichen Einkommen von dem staatlichen Zuschuss profitieren.

Das Baukindergeld können Sie rückwirkend zum 01. Januar 2018 beantragen. Zunächst hatte der Gesetzgeber geplant, die Antragsfrist zum 31.März 2021 auslaufen zu lassen. Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie hat das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat diese aber bis zum 31.Dezember 2023 verlängert.

Unter welchen Voraussetzungen sind Sie anspruchsberechtigt?

familie sparschwein baukindergeldDie Anspruchsberechtigung für das Baukindergeld macht der Gesetzgeber von der Höhe des zu versteuernden Einkommens abhängig. Bis zu einer Grenze von 75.000 Euro werden Familien begünstigt. Hinzu kommt ein Betrag von 15.000 Euro je Kind. Haben Sie z. B. zwei Kinder darf die jährliche Einkommensgrenze den Betrag von insgesamt 105.000 Euro nicht überschreiten.

Die Berechnung des zu versteuernden Einkommens basiert auf der Bemessungsgrundlage, die das Finanzamt auch für die Festsetzung Ihrer Einkommensteuer heranzieht. Dies bedeutet, dass Ihr Bruttoarbeitslohn oder Ihre Einkünfte aus einer selbstständigen Tätigkeit neben den Werbungskosten und den Betriebsausgaben um den Kinderfreibetrag, die Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen gekürzt wird.

Eine weitere Voraussetzung knüpft der Gesetzgeber daran, dass die Kinder noch nicht volljährig sind und mit der antragstellenden Person gemeinsam in einem Haushalt leben.

Der Bezug des Baukindergeldes wird nur für den Erwerb der ersten Immobilie gewährt. Wer in späteren Jahren eine zweite Immobilie erwirbt ist nicht mehr anspruchsberechtigt. Außerdem muss sich die Antragstellung auf eine selbstgenutzte Immobilie beziehen. Planen Sie die Immobilie zu vermieten, wird Ihr Antrag auf Bezug der staatlichen Förderung ins Leere laufen. Für die Anzahl der Kinder hat die Bundesregierung keine Begrenzung vorgesehen.

Kurzzeitig hatte der Gesetzgeber als Anspruchsberechtigung für das Baukindergeld eine Begrenzung der geförderten Wohnfläche auf maximal 120 Quadratmeter vorgesehen. Dieses Vorhaben wurde aber nicht gesetzlich verankert.

Wo muss der Antrag auf Baukindergeld gestellt werden?

Den Antrag auf Baukindergeld stellen Sie bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (kurz: KfW). Für die Antragstellung auf dem Zuschuss-Portal benötigen Sie die folgenden Nachweise:

  • Die Einkommensteuerbescheide der letzten zwei Jahre vor dem Datum der Antragstellung.
  • Ein aktueller Grundbuchauszug Ihrer Immobilie.
  • Die Geburtsurkunden Ihrer Kinder, sofern diese das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
  • Eine aktuelle Meldebescheinigung

Muss ein Antragstermin beachtet werden?

Für die Antragstellung auf Baukindergeld müssen Sie sich den 31. Dezember 2023 vormerken. Zunächst plante die Bundesregierung, die Antragsfrist auf das Baukindergeld zum 31. März 2021 auslaufen zu lassen. Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie wurde die Frist auf den 31. Dezember 2023 verschoben. Stellen Sie Ihren Antrag nach diesem Datum, kann Ihnen der staatliche Zuschuss nicht mehr gewährt werden.

Wie hoch ist der staatliche Zuschuss?

Bewilligt die KfW den Antrag auf Baukindergeld, können Familien mit Kindern oder alleinerziehende Elternteile einen jährlichen Zuschuss von 1.200 EUR pro Kind beanspruchen.

Wie lange wird das Baukindergeld gewährt?

paar glücklich baukindergeldDer Antrag kann rückwirkend zum 01. Januar 2018 gestellt werden. Das Baukindergeld wird Ihnen für zehn Jahre gewährt. Haben Sie Ihre Immobilie z.B. im März 2018 erworben, können Sie den staatlichen Zuschuss rückwirkend zum 01. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2023 bekommen. Haben Sie selbst eine Immobilie gebaut, orientiert sich die Länge der staatlichen Förderung an dem Datum der Baugenehmigung. Liegt dieses z. B. im Jahr 2017, können Sie das Baukindergeld erst ab Januar 2018 beantragen.

Fazit

Mit dem Baukindergeld hat der Gesetzgeber Familien mit Kindern und alleinerziehenden Elternteilen eine Möglichkeit gegeben, ihr Eigenheim zu finanzieren. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn Sie auf keine großen Rücklagen zurückgreifen können.

Die staatliche Förderung kann bis rückwirkend zum 01. Januar 2018 gewährt werden. Sie müssen aber beachten, dass Sie den Antrag bis spätestens zum 31. Dezember 2023 bei der KfW gestellt haben.

Als Voraussetzung dafür darf Ihr zu versteuerndes Einkommen die Grenze von 75.000 Euro nicht überschreiten. Hiervon ausgenommen ist ein Zuschuss von 15.000 Euro pro Kind.

Sie sind anspruchsberechtigt, wenn das Kind noch nicht volljährig ist und gemeinsam mit Ihnen in einem Haushalt lebt. Die Höhe des Baukindergeldes beträgt 1.200 Euro pro Kind. Die Summe wird pro Jahr ausgezahlt. Ihrem Antrag wird stattgegeben, wenn Sie das Haus erworben oder selbst erstellt haben.

Haben Sie weitere Fragen zum Baukindergeld? Dann schreiben Sie uns doch einfach eine Nachricht. Wir unterstützen Sie gerne.

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